Eine völlig andere Atmosphäre als "Mrs.McGinty". In "Mrs.Mc" hatte man das so typische englische Dorf (Entschuldigung, Mark) so wie wir vom Kontinent es uns einfach vorstellen. Die Atmosphäre war ziemlich düster und jeder hatte da irgendeine Leiche im Keller, die er mit aller Gewalt auch da belassen wollte. Es hatte manchmal eher was von einem Gruselfilm, allein schon die Landschaftsaufnahmen im herbstlichen England; nicht so strahlend schön wie in "The Hollow".
In "Cat" setzt man wieder mehr auf die Tragik der Figuren an sich. Ich fand ihn zwar etwas schwächer als "Mrs.Mc", aber das lag wohl an der ganz anderen Art des Films. Katie Leung (aus Harry Potter) hat man wohl eher eingebaut, um die HP-Fans auch für Poirot an den Bildschirme zu locken. Sie spielt eigentlich gar keine Rolle und ist auch nicht lange zu sehen. Allerdings schlägt Harriet Walter als Miss Bulstrode alle um Längen. Sie ist einfach großartig.
Poirot wird auch schon von Anfang an in die Geschichte einbezogen, was man - meiner Ansicht nach - ganz elegant gelöst hat. Im Buch kommt er erst nach fast zwei Drittel der Geschichte vor, aber das war wohl irgendwie klar, daß das im Film nicht passieren würde.
Alles in allem nicht gerade der beste Poirot, aber auch nicht einer der schlechtesten. Freut euch darauf!!
